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"Das ist ja besseres Training als in der Hundeschule!"

Das war das Fazit einer Teilnehmerin der letzten Krimiwanderung mit Hund. Was sie damit meinte, erkläre ich im folgenden Artikel.

Ein Gruppe Menschen und Hunde auf einer Wiese im Schnee.
Die Teams haben die Aufgabe diese große Wiese nach Hinweisen abzusuchen.

Bei einer Krimiwanderung mit Hund begeben sich eine kleine Gruppe von HundehalterInnen und ihre Vierbeiner gemeinsam auf die Suche nach Beweisen (im Wald, auf Wiesen und Felder), um einen fiktiven Kriminalfall zu lösen. So weit, so unspektakulär. Doch was steckt dahinter? Warum hatte die Teilnehmerin das Gefühl, dass sie und ihr Hund dabei mehr lernen als in der Hundeschule?

Labrador und Frau im Schnee
Auch Hundesenioren haben bei so einer Krimiwanderung Spaß. Hier darf Simba Waschlappen aus dem Schnee holen.

Ich glaube, das Erfolgsrezept so einer Krimiwanderung ist die Unbeschwertheit und der gemeinsame Spaß für Mensch und Hund, während beide bzw. das ganze Team ein Ziel verfolgt - nämlich den Fall zu lösen. Dadurch verschiebt sich der oft etwas verkrampfte Fokus vom Hund auf etwas viel Unwichtigeres (auf den fiktiven Fall), aber gerade weil es unwichtig ist, macht es Spaß, da es vordergründig um Nichts geht. Und doch passiert sehr viel, was dem Mensch-Hund-Team zugute kommt:

  • Sozialisierung: Wir gehen in einer kleinen Gruppe spazieren, in der sowohl Junghunde als auch Hundesenioren sind

  • Warten lernen: Wenn die Menschen herumstehen, um den Fall zu diskutieren, haben die Hunde Pause

  • Abstand halten lernen zu anderen Hunden und Menschen: Nicht jeder Hund oder Mensch will mit dem anderen Kontakt haben, was aber nicht heißt, dass sie nicht respektvoll nebeneinander hergehen bzw. aneinander vorbeigehen können. Das lernen sie sehr schnell.

  • Zusammenarbeiten: Manchmal sagt der Mensch dem Hund, wo es langgeht und manchmal ist es umgekehrt. The nose knows!

  • Hundebegegnungen üben: Bei so einer Krimiwanderung kommen uns natürlich auch Mensch-Hund-Teams entgegen, die einfach nur spazieren gehen. Dann dürfen unsere Hund-Mensch-Teams üben, wie man einen Bogen geht, splittet und das Handsignal einsetzt.

  • Bewegung an der frischen Luft

  • Bindung stärken: gemeinsam Lachen, positive Erlebnisse und richtig authentisch auf den eigenen Hund stolz sein - das stärkt die Bindung!

  • Der Lerneffekt - Nasenarbeit: Die Hunde verstehen sehr schnell, dass sie etwas suchen sollen. Auch Hunde, die das vorher noch nie gemacht haben, sind mit Eifer dabei. Hunde lernen bekanntlich auch durch Nachahmung. Wenn der Mensch vornübergebeugt etwas im Schnee oder Laub sucht, macht der Hund mit.



Willst du mal bei einer Krimiwanderung dabei sein? Falls du in Graz oder Umgebung wohnst, melde dich zu meinem Newsletter an, dann erfährst du als Erste, wann der nächste Termin ist.

Falls du weiter weg wohnst, frag doch bei den Hundeschulen in deiner Umgebung nach, ob sie Krimiwanderungen veranstalten oder veranstalten möchten.


Viel Spaß!

Sarina





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